Heute erwartete mich ein ganz besonderer Ausflug zu den Irrawaddy-Süßwasser-Delfinen.

Die Irrawaddy (oder Irawadi) Delfine haben ihren Namen von einem Fluss in Myanmar, in welchem die Spezies erstmals entdeckt wurde und noch heute vorkommt. Leider sind die Delfine in all ihren verbliebenen Lebensräumen stark vom Aussterben bedroht. Daran ist vor allem der Mensch Schuld, der durch Überfischung, dem Bau von Dämmen und Verengung oder Erweiterung der Wasserwege, Lärm, illegale Fischereimethoden und vor allem Wasserverschmutzung den Lebensraum der Delfine stark bedroht.

Die Irrawaddy Delfine in Kratie halten sich vor allem in bestimmten natürlichen Pools auf und können hier entdeckt werden. Die Menschen hier verstehen nach und nach, dass es die Delfine zu beschützen gilt. Unwissenheit, schlechte Bildung und das Streben nach Profit stehen aber leider noch immer im Vordergrund, so dass unter anderem massive Wasserverschmutzung weiterhin ein großes Problem darstellt.

Die Delfine können etwa drei Meter lang werden und bis zu 150 Kilogramm auf die Waage bringen. Ihr breites Gesicht, die kurze Schnauze, eine wulstige Stirn und eine recht kleine Rückenflosse sind charakteristisch für die Irrawaddy-Delfine.

Das Boot führte mich zunächst über die überschwemmten Gebiete weiter raus auf auf den angeschwollenen Fluss. Nach etwa 30 Minuten Fahrt machte der Bootsführer die erste Sichtung und kurz darauf konnte auch ich Flossen im Wasser entdecken. :)

Obwohl man die Schnappschüsse von springenden Delfinen, wie man sie auf Google findet, eher nicht selbst hinbekommt, war dieser Ausflug eine einzigartige Erfahrung für mich.

Wann immer eine Finne an der Oberfläche auftauchte hüpfte mein Herz. Teils waren die Delfine ganz nah. Die Tiere waren immer mindestens zu zweit unterwegs, jagten sich und spielten miteinander.

Ich werde auf jeden Fall noch einmal in der trockenen Saison wiederkommen um die Strände der Insel Koh Trong zu genießen und eine Paddeltour zu den Delfinen zu unternehmen. :)

Nach Rückkehr zum Festland ging es weiter zu einer kleinen, einheimischen Pagode. Der Besuch erforderte zwar das Erklimmen einiger vieler Stufen, war aber absolut lohnenswert!

Kein einziger Tourist war hier zu finden. Die Atmosphäre war einzigartig mit Mönchen beim Beten und freundlichen Nonnen, die sich unbedingt unterhalten wollten. Überall auf dem Tempelgelände konnte man in Form von Statuen und Bildern Szenen aus dem Leben Buddhas entdecken. Affen und Hunde tümmeln sich hier auch rum für die Tierliebhaber. ;)

Aus Respekt vor den Mönchen und Nonnen habe ich keine Fotos von ihnen gemacht.

Um den Tag abzurunden war der letzte Halt noch ein kleiner Snack für unterwegs: Sticky Rice

Stick Rice in dieser Gegend wird auf eine traditionelle Art und Weise hergestellt. Zunächst wird der Reis gewaschen und anschließend bis zu vier Stunden eingeweicht. Je länger er einweicht, desto besser ist am Ende die Konsistenz. Der Reis wird anschließend ca. 15 Minuten über heißem Wasser gedämpft und mit einer speziellen Kokosnuss-Soße übergossen. Zusammen mit Bohnen wird der süße Klebreis dann in Bambus-Rohre gefüllt und über offenem Lagerfeuer noch kurz geröstet.

Die Einheimischen stehen früh am Morgen auf um den Reis in den Bambusrohren fertig zu haben, wenn die Leute am Morgen die Stände passieren um sticky rice zum Frühstück oder ein späteres Mittagessen zu kaufen. Für mich war es ein Vor-Abendessen-Snack. :)

Den Bambus kann man nach Abkühlung einfach abpellen (Vorsicht scharfe Kanten) und den Sticky Rice mit den Fingern essen. Ein Gedicht!

Sticky Rice (Klebreise) in Kratie, Kambodscha

Sticky Rice im Bambus

Mit einem leckeren Abendessen im Le Tonlé Restaurant ging mein Tag dann leider auch rasch vorbei. Ich wünschte ich hätte mehr Zeit in Kratie gehabt und werde beim nächsten Mal definitiv mehr Zeit einplanen. :)

❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀❀