Ich wählte die Ostroute durch Kambodscha, da ich unbedingt den kleinen Ort Kratie am Mekong besuchen wollte. Der Ort ist der Ausgangspunkt für die Entdeckung der Irrawaddy-Delfine und hat einfach eine herrliche entspannte Atmosphäre.

Von Phnom Penh aus hatte ich leider nur zwei Optionen: den Sorya Bus oder einen Privattransfer. Da ich bereits furchtbare Berichte aus erster Hand bezüglich Sorya gehört hatte, die Reisezeit deutlich länger war als jene des Privattransfers und ich ein tolles Angebot für den Privattransfer erhalten hatte, gönnte ich mir was und wählte Variante 2.

Start in Phnom Penh war am Morgen gegen 09:30 Uhr, so dass ich noch in Ruhe frühstücken konnte. Mein Fahrer war sehr aufmerksam, legte regelmäßig kleine Pausen ein und fuhr sehr umsichtig. Nach 4 Stunden erreichten wir meine Unterkunft in Kratie.

Das Guesthouse (Le Tonlé Guesthouse) war bisher eine der günstigsten, dennoch eine der besten Unterkünfte meiner Reise. Mein Zimmer war klein aber sehr gemütlich. Die Badezimmer werden gemeinschaftlich benutzt (2 Badezimmer für 4 Gästezimmer) und sind glänzend sauber. Sogar Shampoo und Duschgel wird bereitgestellt.

Im Flur steht ein großer Wassercontainer mit sauberem Wasser zum Auffüllen seiner eigenen Flasche oder einer Glaskaraffe im Zimmer.

Nach dem Check-In spazierte ich etwas den Mekong entlang um zum Fähranleger zu kommen. Von hier wollte ich auf die kleine Mekong-Insel Koh Trong übersetzen. Eine der größten Mekong Inseln dieser Region und eine der wenigen, die bewohnt sind.

Auf dem Weg schaute ich bei einem Touranbieter vorbei, bei welchem ich eigentlich eine Kayak-Tour buchen wollte, aber das Team machte leider eine Sommerpause von einigen Wochen.

Mit der Fähre, die etwa einmal die Stunde ablegt, kommt in kurzer Zeit auf die Insel. Die Fährüberfahrt kostet nur 1.000 Riel, umgerechnet etwa 25cent.

Je nach Jahreszeit ist ein Teil der Insel überflutet. Da ich in der Regenzeit da war, konnte meine Fähre sehr nah an den „Pier“ fahren und ich musste nur wenige Meter zum Hauptweg zurücklegen. In der Trockenzeit (etwa Dezember-April) findet man auf Koh Trong schöne kleine Buchten und Strände und die Fähre legt am Strand an. Obwohl für mich keine Strände in Sicht waren hatte ich traumhaftes Wetter und lieh mir ein Fahrrad von der nahegelenen Mietstation. Für 3 USD erhielt ich meinen Drahtesel mit mehr oder weniger funktionstüchtigen Bremsen und machte ich auf den Weg um die Insel.

Die Mietstation ist gleich wenn man vom Boot auf dem Hauptweg ankommt auf der rechten Seite. Nicht zu verfehlen. Hier werden auch Homestays organisiert, wenn man es wünscht.

Der Hauptweg ist zu großen Teilen geteert und geht einmal um die Insel herum. Alles ist sehr flach und ruhig. Man muss nur ab und an entgegenkommenden Radfahrern oder Rollerfahrern ausweichen, da der Weg sehr schmal ist. Überall führen kleine Pfade in üppig bewachsene Vorgärten und zu kleinen und großen Häusern der Einheimischen.

Es gibt ein paar Homestays auf der Insel, sehr einfache Unterkünfte, die aber sauber und geräumig aussahen. Das nächste Mal werde ich 1-2 Nächte auf der Insel verbringen. Am nördlichen Zipfel der Insel gibt es auch zwei größere Gästehäuser: die Rajabori Villas (hochwertig mit Pool) und das Arun Mekong Guesthouse (einfache Häuser auf Stelzen aber teurer als die Homestays). In den Rajabori Villas kann man gegen eine kleine Gebühr den Pool auch als Tagestourist nutzen, wenn man es möchte.

Weiterhin gibt es auf der etwa 9km² großen Insel zwei kleine Cafés, in welchen man sich mit einem Eiscafé erfrischen und für die Weiterfahrt stärken kann.

Auf der ganzen Insel wachsen Pomelo- und Mangobäume und an jeder Ecke wird man mit einem Lächeln und einem herzlichen „Hello“ von den Inselbewohnern begrüßt. Die Kinder waren ganz heiß auf High Fives.

Ich bin es sehr langsam angegangen, da ich einfach die herrliche Atmosphäre auf der Insel genießen wollte. Insgesamt hat meine Fahrradtour dadurch etwa 2 Stunden gedauert.

Ein paar Eindrücke gibt es natürlich auch für euch :)

 

Zurück im Guesthouse habe ich das dazugehörige Restaurant besucht.

Das schöne am Le Tonlé Guesthouse ist, dass hier Jugendliche aus schwierigen Verhätlnissen oder ehemalige Straßenkinder in der Hotelliere und Gastronomie unterrichtet werden. Der Service war unfassbar gut und noch besser war das sehr günstige Essen.

Nicht nur das alle Mahlzeiten wunderschön angerichtet wurden, ich habe auch selten so etwas Gutes gegessen!! Der komplette Aufenthalt dort ist ohne Negativpunkte zu empfehlen.

An den Abenden war im Restaurant unheimlich viel los, da auch viele Touristen aus anderen Unterkünften aber auch Einheimische zum Essen herkamen.

Am ersten Abend hatte ich eine Art Shepherd’s Pie mit unfassbar gut gewürztem Fleisch, gestampften Kartoffeln und Gemüse. Dazu einen frisch gemachten Bananenshake. Lecker!

Am zweiten Abend gönnte ich mir eine Vorspeise – einen tollen Pomelosalat im asiatischen Stil (heißt scharf). Danach ein rohes Fischgericht mit Mahi Mahi. Es war ein kaltes Gericht einer tollen, cremigen Kokosnuss-Soße mit frischen Gurken, knackigen Karotten und anderem Gemüse. Dazu Reis. Ober Lecker!

Für den nächsten Tag buchte ich am Tourenschalter des Gästehauses eine Tour mit dem Tuk Tuk zu den Irrawaddy-Süßwasser-Delfinen mit Besuch einer lokalen Pagode und einem Dorf, dass für seinen Sticky-Rice bekannt ist.

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